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Westdeutsche Zeitung: Die monatelange Ungewissheit ist vorbei - Fall Mirco stärkt Vertrauen in die Polizei Ein Kommentar von Roland Busch

Düsseldorf (ots) - Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt: Mirco ist tot. Alles Hoffen war umsonst. Der elf Jahre alte Junge ist Opfer eines schrecklichen Verbrechens geworden. Eines Verbrechens, das die ganze Nation bewegt hat. Denn der Fall Mirco ist der Alptraum aller Eltern: Mein Kind wird verschleppt und umgebracht, nicht weit von der eigenen Haustüre entfernt. Und für die betroffene Familie aus Grefrath kam die monatelange Ungewissheit hinzu: Was ist mit unserem Mirco geschehen?

Zumindest diese Unklarheit ist nun beseitigt, die Familie kann Abschied nehmen, so bitter dieser auch sein mag. Dazu beigetragen hat eine akribische Arbeit der Polizei, die in monatelanger Puzzlemanier Stück für Stück zum Ablauf dieses schrecklichen Verbrechens zusammengesucht hat. Beharrlich haben die Ermittler an ihrer Aussage festgehalten: Wir finden den Täter. Zwischenzeitlich wurden sie bereits mitleidig belächelt oder als Versager dargestellt. Nichts da. Die Ermittler haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und hervorragende Arbeit geleistet.

Von diesem Fahndungserfolg geht ein wichtiges Signal aus: Der Staat scheut weder Kosten noch Mühe, ein solches Verbrechen aufzuklären. Hundertschaften der Polizei durchkämmten auf der Suche nach Mirco die zum Teil unwegsamen Gelände des Niederrheins. Tauchmannschaften und Spürhundetrupps wurden eingesetzt, Flugdrohnen und sogar Kampfjets der Bundeswehr beteiligten sich an der Fahndung, und über Monate arbeitete die Sonderkommission mit üppiger Personalausstattung an dem spektakulären Fall.

Dies stärkt das Vertrauen in unsere Ordnungskräfte. Denn Fälle wie das Verschwinden des kleinen Mirco lasten schwer auf der Gemeinschaft. Nachbarn werden misstrauisch beäugt, Unschuldige verdächtigt. Kinder dürfen nicht mehr auf die Straße, das Miteinander gerade im ländlichen Leben erhält einen Knacks.

Denn auch das macht dieses schreckliche Verbrechen wieder deutlich: Die Täter leben mitten unter uns. Unbehelligt, scheinbar ganz normale Bürger wie Du und ich. Deshalb brauchen wir gelebte Nachbarschaft, die sich nicht scheut, genauer hinzusehen.

Das klare Signal aus Grefrath aber lautet: Solche Kapitalverbrechen werden mit aller Härte verfolgt, die Polizei steckt nicht auf. Und das ist gut so.

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