Das könnte Sie auch interessieren:

Erste Bilder des neuen Ford Focus ST Turnier

Köln (ots) - - Neues, bis zu 206 kW (280 PS) starkes Sportmodell der Ford Focus-Baureihe debütiert auch ...

Scheitern Sterne-Köche an anspruchsvoller Shanghai-Küche? Die neue Kochshow "Top Chef Germany" am Mittwoch, 15. Mai 2019, um 20:15 Uhr in SAT.1

Unterföhring (ots) - Wie gut kennen sich deutsche Sterne-Köche mit asiatischen Köstlichkeiten aus? Werden ...

kinokino Publikumspreis geht an "Another Reality" / Erstmals verleihen 3sat und Bayerischer Rundfunk den Preis des Filmmagazins gemeinsam

Mainz (ots) - Die Redaktion von "kinokino", dem Filmmagazin von 3sat und Bayerischem Rundfunk, lobte auf dem ...

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Westdeutsche Zeitung

30.08.2007 – 19:14

Westdeutsche Zeitung

Westdeutsche Zeitung: Arbeitsmarkt = von Annette Ludwig

    Düsseldorf (ots)

So schnell wendet sich das Blatt. Da wurde eben noch über Arbeitsplatzabbau, Massenarbeitslosigkeit und fehlende Stellen diskutiert  der deutsche Arbeitsmarkt galt als Sorgenkind der Nation. Doch nun sind im August in Deutschland eine Million Stellen frei, und in manchen Regionen im Süden begrenzt der Fachkräftemangel sogar schon das Wachstum vieler Firmen. Dabei sind diese neuen Entwicklungen quasi hausgemacht. Anstatt perspektivisch zu denken und in mageren Zeiten für kommende, fettere Jahre vorzusorgen, haben viele Konzerne in Zeiten der Krise die Zahl der Lehrstellen drastisch reduziert. Das rächt sich nun bitter: Der Fachkräftemangel gerade in den Naturwissenschaften ist in den nächsten zehn Jahren kaum noch aufzuholen. Unternehmen und auch die Bundesregierung haben zudem die demografische Entwicklung unterschätzt. Viele haben gedacht, die wirklichen Engpässe würden erst im Jahr 2010 zu Tage treten  Zeit genug also, noch etwas für den qualifizierten Nachwuchs zu tun. Doch nun zeigt sich: Naturwissenschaftler und Ingenieure, aber auch Elektriker, Schlosser und Fräser sind bereits zu einer knappen Ressource geworden. Wer heute kurz vor dem Abschluss etwa als Ingenieur steht, auf den kommen rosige Zeiten zu. Eine Vielzahl von Unternehmen zahlt bereits Prämien für kluge Köpfe. Andere finanzieren Stipendien, um Hochschulabsolventen so früh wie möglich zu binden. Die Initiative der Bundesregierung, den Arbeitsmarkt ab November für Ingenieure aus den neuen EU-Ländern zu öffnen, wird die Situation kurzfristig entspannen. Doch das allein reicht nicht. Es müssen langfristige Strategien her, die unabhängig von wirtschaftlichen Krisenzeiten verfolgt werden. Dazu müssen Unternehmen Vorleistungen erbringen, aber auch Bundesregierung und künftige Arbeitnehmer   Stichworte sind hier Bildungsniveau und Mobilität. Allein Klagen über die neue Situation am Arbeitsmarkt ist jedoch gänzlich unangebracht. Der Aufschwung bietet endlich wieder Chancen für Arbeitslose und entlastet zudem nachhaltig die gebeutelten Sozialkassen. Insofern ist es auch richtig, dass Politiker jetzt die weitere Senkung der Arbeitslosenbeiträge in Angriff nehmen. Und davon profitieren am Ende alle.

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2358
redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de

Original-Content von: Westdeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Westdeutsche Zeitung
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung