AGFS NRW

Straße neu denken!
AGFS-Radverkehrskongress lockte rund 350 Besucher nach Essen

Essen (ots) - Unter dem Titel "Straße neu denken!" hat die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) heute (25. Februar) den 12. bundesweiten Radverkehrskongress veranstaltet. Rund 350 Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft waren der Einladung ins Congress Center der Messe Essen gefolgt.

Bei der Eröffnung des Kongresses und der gleichzeitig stattfindenden Messe "Fahrrad 2011" betonte Horst Becker, parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: "Wir müssen in der Verkehrspolitik neues Denken wagen. Viele Probleme der Städte und ihrer Straßen könnten wir lösen, wenn wir uns intensiv Modellen der Nahmobilität zuwenden, die die Gesundheit fördern, die Umwelt entlasten und unsere Städte lebenswerter machen."

Rudolf Jelinek, Bürgermeister der Stadt Essen, begrüßte die Teilnehmer herzlich und war sich mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der AGFS, Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen, einig: "Ohne die AGFS wäre NRW heute nicht das Fahrradland Nr. 1 in Deutschland!"

Vier spannende Fachvorträge beleuchteten die "Straße von morgen" aus unterschiedlichen Perspektiven. Larissa Braun berichtete über den visionären Wettbewerb "Audi Urban Future Award" der Architektur, Stadtentwicklung und Mobilität miteinander verknüpft. Prof. Rudolf Scheuvens, Techn. Universität Wien plädierte aus der Perspektive der Stadtplanung für ein neues Straßenbild. Die Anforderungen an moderne Fahrradstraßen beleuchtete Ulrich Kalle, ADFC NRW e.V. Insbesondere in puncto Dimensionierung müsse man umdenken, da die heutige Infrastruktur nicht auf die wachsende Zahl schneller Pedelecs und E-Bikes ausgerichtet sei. Abschließend nahm Fritz Kobi eine Neuinterpretation von Straße vor und belegte dies mit Beispielen aus der kommunalen Praxis in der Schweiz.

Einen weiteren Höhepunkt bildete eine engagiert geführte Gesprächsrunde mit Fachplanern und Vertretern des ADFC, ADAC, VCD, GDV sowie des Verkehrsministeriums. Diese legten ihre Ansprüche an den idealen Straßenraum dar und diskutierten Lösungsansätze, die den demografischen Wandel, die Klimaveränderungen, die neue Lust an Bewegung und die E-Mobilität einbezogen.

Darüber hinaus erwartete das Publikum die feierliche Preisverleihung des deutschen Fahrradpreises "best for bike". Niels Hartwig vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung überreichte den "Fahrradbotschaftern aus Moers" die Auszeichnung "fahrradfreundlichste Entscheidung des Jahres". Frischen Wind und eine Menge gute Laune brachte die "fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2011" mit: die Schauspielerin Wolke Hegenbarth.

Die AGFS ist ein Zusammenschluss von 61 Kommunen, die für zukunftsorientierte und pro-aktive Nahmobilitätsförderung sowie eine bewegungsfreundliche Verkehrspolitik steht. Die AGFS sieht Nahmobilität nicht nur als gleichberechtigte Verkehrsart neben MIV und ÖPNV, sondern als grundlegende Voraussetzung für eine "Stadt als Lebensraum".

Pressekontakt:

Frau Marion Bugdoll, Pressesprecherin der AGFS
Kreis Recklinghausen
Kurt-Schumacher-Allee 1
45657 Recklinghausen
Tel.: 0 23 61 / 53-30 74
E-Mail: marion.bugdoll@kreis-recklinghausen.de

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