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Ungleiche Lebenserwartung: Weihnachten des Lebens wird ohne Männer gefeiert

Das Kampagnenmotiv zum "Tag der ungleichen Lebenserwartung". Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/60426 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/BKK VBU"
Das Kampagnenmotiv zum "Tag der ungleichen Lebenserwartung". Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/60426 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/BKK VBU"

Berlin (ots) - Warum stirbt eine gesellschaftliche Gruppe im Durchschnitt deutlich früher als eine andere? Und warum glaubt jeder, den Grund dafür zu kennen? Am 19.11. startet die gemeinsame Informationskampagne der Stiftung Männergesundheit und der Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU), die am "Tag der ungleichen Lebenserwartung", am 10. Dezember endet.

Mädchen, die 2015 geboren wurden, haben eine Lebenserwartung von 83,06 Jahren, Jungen von nur 78,18 Jahren. Auf ein Jahr gerechnet würde das Leben von Frauen also in der Silvesternacht enden, das der Männer schon am 10. Dezember. Nikolaus erleben sie noch, Weihnachten wird ohne Männer gefeiert. "Mit diesem drastischen Bild möchten wir auf den markanten Unterschied in der Lebenserwartung von Männern und Frauen hinweisen - und darauf, dass unsere Gesellschaft mehr Energie und Ressourcen in die Männergesundheitsförderung investieren muss. Es geht nicht darum, Frauen und Männer gegeneinander zu stellen. Wir möchten auf Defizite bei der Wahrnehmung von männlichen Problemlagen aufmerksam machen", erklärt Dr. Matthias Stiehler, Mitglied des Vorstands der Stiftung Männergesundheit. "Männer haben ihre speziellen Risiken, ebenso wie Frauen. Hier müssen wir noch viel stärker sensibilisieren. Dabei geht es nicht nur um die Länge des Lebens, sondern auch um die Qualität", ergänzt Helge Neuwerk, Stellvertreter der Vorständin der BKK VBU.

Biologisch lässt sich der Unterschied der durchschnittlichen Lebenserwartung nicht erklären. Die Gründe müssen also im Leben der Betroffenen liegen. Männer achten weniger auf einen gesunden Lebensstil. Dies liegt nicht nur an der Lust zum Risiko. Sie wollen die an sie gestellten Aufgaben gut erledigen, sie wollen möglichst perfekt sein, sie wollen sich beweisen, sie wollen im besten Sinne gut sein.

Was Männer dabei manchmal zu wenig beachten, ist ihre sowohl körperliche als auch psychische Verletzlichkeit (Vulnerabilität). Diese ist nicht geringer als bei Frauen, wird sich selbst von Männern aber nicht zugestanden. So sind Männer vergleichsweise häufig Opfer von Gewalt. Meist handelt es sich dabei um Gewalt, die Männer Männern zufügen. Aber auch häusliche Gewalt kommt deutlich häufiger vor als es in der Gesellschaft wahrgenommen wird. Männer sterben in allen Altersgruppen dreimal häufiger an Selbsttötungen. Schließlich zeigen sich die sozialen Unterschiede bei Männern stärker in der Lebenserwartung als bei Frauen.

Mehr unter www.tag-der-ungleichen-lebenserwartung.de und ab dem 19.11.2018 auf www.facebook.com/stiftungmaenner/.

Pressekontakt:

Davida Drescher
Stiftung Männergesundheit
Claire-Waldoff-Str. 3 I 10117 Berlin
E-Mail: drescher@stiftung-maennergesundheit.de
Tel.: 030/652126-0

Ellen Zimmermann
BKK VBU
Lindenstraße 67 I 10969 Berlin
Tel.: 030 / 7 26 12 13 15

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