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Deloitte prognostiziert die Übernahme von 700 Privatkundenbanken in Europa bis 2010
Europaweite Anbieter von Privatkundenservices auch auf dem deutschen Bankenmarkt

    München/Frankfurt (ots) - In den kommenden vier Jahren werden in Europa bis zu 700 Banken mit Schwerpunkten im Privatkundengeschäft von der Konkurrenz geschluckt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Deloitte. Die Prognose aus aktuellen Markttrends lautet, dass eine deutliche Konsolidierung des Privatkundengeschäfts auf wenige europaweit operierende Großbanken nunmehr bevorsteht.

    Edgar Klein, Partner bei Deloitte, berichtet: "Unsere Recherchen zeigen, dass die Entwicklung im europäischen Retail-Banking ähnlich verläuft wie bei der Konsolidierung des US-Marktes vor fünf Jahren. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die durch das Zusammenwachsen des europäischen Marktes entstehenden neuen Chancen, die auch die Renditeerwartungen der europäischen Banken treiben. Die parallel laufende Beseitigung der nationalen Schranken durch die EU und die nationalen Aufsichtsbehörden beschleunigt diese Entwicklung weiter. Geht man von einer vergleichbaren Konsolidierung wie in Nordamerika aus, bedeutet diese Entwicklung das Verschwinden von 700 Privatkundenbanken in Europa.

    Klein weiter: "Viele Bankchefs können die durch aktuelle Börsennotierungen geweckten Erwartungen nur durch verstärkte M&A-Aktivitäten erfüllen. Dieses wird durch die teilweise hervorragende Gewinnsituation der Banken - insbesondere auch im Privatkundengeschäft, verstärkt - da die Banken deutlich mehr Kapital aufbauen, als sie aufgrund der regulatorischen Anforderungen vorhalten müssen. Dieses Excess-Kapital wird eher in die Akquisition von Konkurrenten, als in Dividendenausschüttungen fließen. Die Fusionen erschließen weitere Synergie-Potenziale und ermöglichen den Einstieg in wachstumsstärkere Märkte."

    Deloitte erwartet in den nächsten 4 bis 5 Jahren den Aufbau einer handvoll europaweit operierender Bankkonzerne. Die bereits am Markt sichtbare Positionierung von UniCredit/HVB zeigt dabei die Richtung auf, in die sich der europäische Markt entwickeln wird. Die Merger des Jahres 2005 eröffnen dieses Rennen, das sich in den nächsten Jahren weiter beschleunigen wird.

    Die Konsolidierung des Privatkundengeschäfts bis 2010 hat drei     wesentliche Auswirkungen:

    - Ertragsteigerungen aufgrund der entstehenden Synergiepotenziale
        für die neuen europaweit agierenden Bankkonzerne und der
        besseren Nutzung des Eigenkapitals.
    - Bessere Services für die Kunden aufgrund des entstehenden
        Wettbewerbs.
    - Mehr Wirtschaftlichkeit und Flexibilität im europäischen
        Finanzdienstleistungssektor.

    Die Studie basiert auf folgenden Eckdaten:

    - Die europäische Bankenkonsolidierung nimmt einen ähnlichen
        Verlauf wie der Konsolidierungsprozess in den USA vor fünf
        Jahren.
    - Die aktuellen Börsenkurse und Mergerprämien reflektieren die
        Wachstumserwartungen.
    - Bis Ende 2006 werden Banken ein Überschusskapital von 74
        Milliarden EURO angehäuft haben.
    - Durch die Bestrebungen der EU, nationale Rechtssysteme zu
        vereinheitlichen und "Produktnationalismus" gegenzusteuern,
        fallen Fusions- und Übernahmeschranken.
    - Einige Banken werden in der Lage sein, die bestehenden
        Effizienzgefälle zu nutzen.
    - Nationale Bindungen bei den Kunden werden immer weniger wichtig.

    Hinweise für die Redaktion

    Die Studie

    Die vollständige Studie über die Europäisierung des Privatkunden-Bankgeschäfts durch grenzübergreifende Fusionen und Übernahmen steht unter dem Titel "A New Playing Field" auf der Deloitte-Website zum Download bereit: http://www.deloitte.com/dtt/article/0,1002,sid%253D32050%2526cid%253D 103106,00.html

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