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Biophotonik - Querschnittstechnologie mit Zukunft
Optische Technologien & Life-Science verbünden sich - Synergieeffekte schaffen neue Produkte und Dienstleistungen

    München (ots) - Nutzen spendende Produkte und Dienstleistungen und damit Märkte entstehen dann, wenn Experten aus verschiedenen Technologiebereichen miteinander kooperieren. Durch diese Zusammenarbeit ergibt sich die Chance für innovative Hightech Produkte. Das ist ein Ergebnis einer neuen Studie "Biophotonik in Deutschland - Wohin geht die Reise?". Deloitte und Kraus Technology Consulting haben den Bereich Biophotonik untersucht. Anhand der Befragung von 350 Unternehmen in Deutschland analysierten sie den aktuellen Status über die Zusammenarbeit der Wissenschaftler.

    Sowohl im Bereich der Optischen Technologien wie auch in der Biotechnologie entstanden in den letzten Jahren erfolgreiche Innovationen. Eine Zusammenarbeit ist für viele Beteiligte oft Neuland. Jedoch liegen die Wachstumspotenziale der Zukunft gerade in solchen Kooperationen. Beispielhafte Erfolge dafür sind die Entwicklung alltagstauglicher Femtosekunden-Lasersysteme (ultrakurze Laserpulse), die Verfügbarkeit blauer Laserdioden mit hoher Lebensdauer oder die Systematisierung der Wirktstoffforschung.

    Gemeinsame Sprache muss erst gefunden werden

    Eine technologieübergreifende Zusammenarbeit ist nicht einfach. Experten aus dem Bereich der Optischen Technologien haben meist ein Physikstudium oder einen Ingenieurstudiengang absolviert. Definitionsgemäß befassen sich die Inhalte mit der "unbelebten" Natur. Bei Biotechnologen, Medizinern oder Agrarwissenschaftlern wiederum stehen Vorgänge in lebenden Organismen im Mittelpunkt der Ausbildung. Verständnis für die Möglichkeiten und Fragestellungen der jeweils anderen Seite ist die Voraussetzung für die konstruktive Zusammenarbeit.

    Guido Benzler, Manager bei Deloitte, erläutert die Ergebnisse: "Die Frage nach Hemmnissen im Bereich Biophotonik beantworteten die Unternehmen mehrheitlich mit dem vorherrschenden fehlenden Wissen über den Bedarf der Anwender sowie auch über die technischen Möglichkeiten der Optischen Technologien." Der Kostendruck im Gesundheitswesen wurde als weiteres Hemmnis genannt. Die Befragung zeigt, dass sich die Unternehmen sehr bewusst mit den daraus resultierenden Herausforderungen auseinandersetzen. Sie sehen darin enorme Potenziale für die Zukunft.

    Gute Rahmenbedingungen für die Biophotonik in Deutschland

    Durch die langjährige Förderung durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) beziehungsweise dessen Vorgänger wurden sowohl für die Optischen Technologien als auch für den Life Science Bereich sehr gute Rahmenbedingungen geschaffen, auf die heute die Biophotonik aufbauen kann. Zentrales Instrument war und ist hier die Förderung von Verbundforschungsprojekten.

    Dies führte dazu, dass Deutschland beispielsweise im Bereich der Lasertechnik heute einen ausgezeichneten Wissenschaftsstand erreicht hat. Ähnliches gilt für Produkte aus dem Bereich der Medizintechnik. Hochwertige Komponenten und Systeme im rein optischen Bereich haben in Deutschland ohnehin eine lange Tradition.

    Über die rein fachlichen Aspekte hinaus wurde durch die Verbundforschung eine Netzwerkbildung erreicht, die gerade für die Biophotonik von großer Bedeutung ist.

    Netzwerke nehmen in der Biophotonik eine Schlüsselrolle ein Michael Kraus von Kraus Technology Consulting resümiert: "Gerade für die Biophotonik sind Netzwerke von elementarer Bedeutung, wenn es darum geht neue Anwendungsgebiete zu erschließen." Gerade vor dem Hintergrund steigender Gesundheitskosten durch die zunehmende Lebenserwartung bieten sich für die Biophotonik enorme Potenziale. Schnelle und kostengünstige Analysemethoden können deutlich zur Früherkennung von Krankheiten beitragen.

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