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09.12.2016 – 09:50

Deloitte

Deutschland ist großer Markt für E-Nutzfahrzeuge
Truck Study von Deloitte zeigt: 13% Nutzfahrzeuge mit alternativem Antrieb bis 2026 in Deutschland

München (ots)

Die Zeiten, in denen Lastkraftwagen gleichbedeutend mit Dieselfahrzeugen waren, dürften bald vorbei sein. Wie die aktuelle Deloitte Global Truck Study 2016 "LKW-Märkte im Umbruch" zeigt, sind alternative Antriebe in diesem Segment von der Kriech- auf die Überholspur gewechselt. In Deutschland werden in zehn Jahren immerhin 13 Prozent der Nutzfahrzeug-Neuzulassungen über alternative Antriebe verfügen. Darüber hinaus setzt die Digitalisierung die deutschen und europäischen Hersteller unter Veränderungsdruck: Künftig werden sie über die Fahrzeugproduktion hinaus etwa auch Telematik-Hardware und digitale Services anbieten sowie an der Entwicklung neuer Logistikkonzepte beteiligt sein. Innerhalb der einzelnen LKW-Segmente gibt es ebenfalls Veränderungen: Leichte und schwere Laster gewinnen Marktanteile hinzu, während die "Mittelklasse" weniger nachgefragt wird. Generell gelten insbesondere die Industrieländer Europas, Nordamerikas und Asiens als gesättigt, aber auch China, während andere aufstrebende Märkte wie Brasilien und Russland immer noch attraktive Absatzpotenziale versprechen.

"OEMs müssen neue Ansätze für den Lieferverkehr in Ballungsgebieten und Telematik-Lösungen für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit entwickeln, um die sinkenden Absatzzahlen auf dem europäischen Markt zu kompensieren. Vor allem neue Antriebskonzepte werden in den kommenden zehn Jahren gefragt sein, um eine Lösung für die aktuell hohen CO2-Emissionen zu ermöglichen", erklärt Michael Maier, Director Strategy & Operations Automotive bei Deloitte.

Die größten LKW-Märkte: Erwartete Marktentwicklung bis 2026

   Land            Jährliches NFZ-Marktwachstum 
   Russland        11% 
   Brasilien       6,1% 
   Indien          3,7%* 
   China           0% (Stagnation) 
   Europa          -0,2% (leichter Nachfragerückgang) 
   
   *bis 2021, danach 2,0% 

Aufstrebende Märkte mit unterschiedlichen Perspektiven

In den Märkten der entwickelten Länder wird das Wachstum in den nächsten Jahren eher mager oder sogar negativ ausfallen. So wird es in den kommenden fünf Jahren um 1,3 Prozent zulegen, um dann ab 2021 in den Negativbereich abzufallen - mit Ausnahme einiger Märkte in Ost- und Südeuropa. Anders in einigen aufstrebenden sowie allen übrigen Märkten: Hier kann nach wie vor von nennenswerten Wachstumsraten ausgegangen werden. In den BRIC-Staaten beträgt es allerdings nur 1,6 Prozent, denn China, das einen gewissen Sättigungsgrad aufweist, und Indien enttäuschen in dieser Hinsicht.

BRIC: Wachstum vor allem bei schweren LKW

Vergleichsweise hoch fällt das Wachstum in Russland bei schweren, etwas schwächer bei mittelschweren LKW aus - ähnlich wie in Brasilien, wo bis 2026 ebenfalls mehr schwere als mittelschwere Fahrzeuge abgesetzt werden. Auch in Indien werden vor allem robuste Nutzfahrzeuge für den Fernverkehr nachgefragt, da eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit der Flottenbetreiber gegenüber der Schiene erwartet wird. Anders der Trend in China: Hier wird der Absatz schwerer LKW zurückgehen, während für mittelschwere Fahrzeuge ein leichtes Wachstum möglich ist.

Elektro- und Hybridantrieb auf dem Vormarsch

So umstritten das E-Auto im PKW-Segment noch immer ist, so sicher werden Elektroantriebe und andere Alternativen im Nutzfahrzeug-Segment künftig eine entscheidende Rolle spielen. Als größter europäischer Markt geht Deutschland voran - schon zu Jahresbeginn 2016 waren hier rund 32.500 LKWs mit solchen Motoren zugelassen. Binnen zehn Jahren wird der Anteil hybrider oder vollelektrischer Antriebe auf ungefähr ein Fünftel des Gesamtbestands ansteigen. Dabei rechtfertigen nicht zuletzt die Kundenerwartungen die entsprechenden Investitionen.

Erdgas für Fernstrecken

Im innerstädtischen Verteilerverkehr und beim kontinuierlichen Stop-and-go kann der Hybridantrieb seine Stärken ausspielen - und kommt daher vor allem bei kleineren Nutzfahrzeugen zum Einsatz. Im Fernverkehr hingegen lohnt sich der Einsatz von Erdgasfahrzeugen aufgrund ihrer hohen Laufleistung und den Verbrauchsvorteilen von bis zu 40 Prozent gegenüber Dieselmotoren. Dabei wird auf weiten Strecken vor allem Flüssiggas genutzt, während sich komprimiertes Gas eher auf mittleren Routen rechnet.

Umfassende Telematik-Ausstattung wird Standard

Im Zuge der Digitalisierung spielt Telematik bereits heute eine wichtige Rolle. Ihre Effizienz- und Kostenvorteile werden jedoch künftig noch erfolgskritischer für die einzelnen Anbieter sein. Telematik-Lösungen gewährleisten eine umfassende Fahrzeugüberwachung, erhöhen die Sicherheit des Fahrers und optimieren das Flottenmanagement. Ob kraftstoffsparendes Platooning in Gestalt dicht hintereinander fahrender LKW, ob Ride- und Truck-Sharing oder völlig autonome Fahrzeuge: Ohne den massiven Einsatz von Telematik rollt in zehn Jahren vermutlich kein einziges LKW-Rad mehr. Telematik-Services auf unterschiedlichen oder vereinheitlichten Plattformen kommt dabei eine zentrale Rolle im Wettbewerb zu.

Flottenbetreiber-Konsolidierung setzt Hersteller unter Druck

Die kommenden Jahre werden eine radikale Konsolidierung bringen. Verfügt in Deutschland heute ein Viertel der Flottenbetreiber über mehr als 100 Fahrzeuge, so wird sich dieser Anteil sukzessive um ganze zehn Prozentpunkte erhöhen. Das setzt kleinere Unternehmen unter starken Druck. Gegenüber den LKW-Herstellern gewinnen die großen Flottenbetreiber damit an Verhandlungsmacht. Diese können jedoch mit Konzepten wie dem Truck-Sharing zum Abfedern von Auslastungsspitzen sowie mit neuen Servicemodellen für ihre Händler dagegenhalten.

"Das Marktumfeld in Deutschland und Europa wird schwieriger. Wer als Anbieter nicht nur auf den Export in Schwellenländer setzt, für den ist innovatives, flexibles und übergreifendes Denken überlebenswichtig. Die Hersteller müssen Kompetenzen im Bereich Software auf- und ausbauen, dichte Aftersales-Netzwerke entwickeln, auf die richtigen Antriebsarten für die einzelnen Fahrzeugkategorien setzen und ihre Geschäftsmodelle insgesamt einer kritischen Betrachtung unterziehen", resümiert Maier.

Die komplette Studie finden Sie unter http://ots.de/zOP79 zum Download.

Über Deloitte

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Pressekontakt:

Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

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