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Südwest Presse: Kommentar zum Arbeitsmarkt

    Ulm (ots) - So ganz trauten die Experten dem Frieden bisher nicht. Doch nachdem der Arbeitsmarkt auch im dritten Monat in Folge eine sinkende Zahl von Jobsuchenden und eine steigende Quote von offenen Stellen meldet, ist es nicht mehr allzu gewagt, von einer Trendwende zu sprechen. Das sagt freilich noch nichts darüber aus, ob sie nun nur vorübergehender oder gar dauerhafter Natur ist. Der Deutsche als Berufspessimist neigt von seiner inneren Grundhaltung freilich eher dazu, die rückläufigen Arbeitslosenzahlen als zeitweise Erscheinung und nicht als permanenten Zustand zu betrachten - und findet dafür auch einige Gründe. Vor allem die Mehrwertsteuererhöhung vom kommenden Jahr an könnte dem sich gerade erst belebenden Binnenmarkt einen schweren Rückschlag versetzen. Und auch der Exportboom, der unsere Wirtschaft schon seit Jahren am Laufen hält, dürfte nicht von dauerhafter Natur sein. Einbrüche bei den stolzen, zweistelligen Wachstumsraten wären nur allzu normal. Schließlich prognostizieren die Wirtschaftsforscher für 2007 und folgende Wachstumsraten von etwa 1,5 Prozent - zu wenig, um positive Auswirkungen auf die Beschäftigungslage auszulösen. Und dennoch: Wenn, wie jetzt, wieder mehr eingestellt wird, ist das ein Zeichen für aufkommende Zuversicht bei den Unternehmern. Ihr sollte man sich anschließen und nicht verschließen.

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