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Südwest Presse: Kommentar zu Daimler-Chrysler

    Ulm (ots) - Die Richtung stimmt wieder bei den deutschen Autobauern. Bei Audi, BMW und Porsche war das in den letzten Jahren ohnehin nie die Frage, bei der Mercedes Car Group und VW schon eher. Beide verdienen wieder besser, weil sie mehr verkaufen und an ihren Kostenstrukturen gearbeitet haben. Aller Probleme enthoben sind sie damit freilich noch lange nicht. Die Wolfsburger müssen weitere Einschnitte vornehmen, wollen sie dauerhaft in der Spur bleiben; und sie werden dies in einem Kraftakt gegenüber ihrer Belegschaft durchsetzen müssen, was zunächst einmal Kraft, Energie und viel Geld kosten wird, ehe von einer dauerhaften Wende gesprochen werden kann. In Stuttgart tauchen altbekannte neue Probleme auf. Chrysler wird in den kommenden Monaten in die roten Zahlen rutschen, weil das US-Autogeschäft so schwierig wie sonst nirgends auf der Welt bleibt. Damit läuft es in bekannter Weise weiter: Geht es einem Bereich besser, fängt der andere zu schwächeln an - und umgekehrt. Das kann den früheren Chef in Auburn Hills, Dieter Zetsche, nicht freudig stimmen, Er wird deshalb die einzelnen Geschäftfelder enger miteinander verzahnen, um über Gleichteile-Produktion Synergien zu erzielen und Kosten zu sparen. Eine solche Annäherung zwischen Mercedes und Chrysler und zwischen den verschiedenen Lkw-Marken war früher nicht gern gesehen, ist aber künftig unumgänglich.

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