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Südwest Presse: Kommentar zu Mietwohnungen

    Ulm (ots) - Die Angst vor den "Heuschrecken" sitzt tief, und die Furcht ist groß, dass ausländische Investoren in die kommunalen Wohnungsbestände einfallen, schnelles Geld machen und sich dann verantwortungslos davonstehlen. Aber zumindest im Südwesten ist sie unbegründet: Zum einen sind die Gemeinden sehr zögerlich, wenn es um den Verkauf von Wohnimmobilien geht. Nur in Freiburg und in Sindelfingen ist eine nennenswerte Zahl an Mietwohnungen auf dem Markt. Und zum andern hält man hierzulande gerne Abstand zu den Immobilienhaien, weil sich ja eine heimische Alternative bietet. Die LEG als Tochter der halbstaatlichen Landesbank hat einen guten Ruf, weil man ihr Mieterschutz, korrektes Gebahren und ein Gefühl für Gemeinsinn nicht erst beibringen muss. Wenn die Städte ihr Tafelsilber schon verkaufen müssen, dann ist solch ein Partner die bessere Wahl, auch wenn er ein paar Millionen unter den Erwartungen bleibt, dafür aber überzogene Einstandspreise nicht hinterher auf seine Mieter abwälzen muss. Bleibt die Frage, warum in den Rathäuser nicht genug Sachverstand zusammenkommt, um eine kommunal eigenständige, aber dennoch lukrative Immobilienpolitik zu fahren. Denn egal, ob sie die Städte in die Verschuldung, die LEG aber zu ganz profitablen Ergebnissen führen - die Wohnungen und die Mieter bleiben zunächst mal die gleichen.

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