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Südwest Presse: Kommentar zu Flugpreise

    Ulm (ots) - Glückwunsch Jacques Barrot. Der Beschluss, Flugpreise transparenter und damit leichter vergleichbar zu machen, ist ein Sieg für den Kunden, ein Sieg für die EU-Kommission - und ein Albtraum für die Billig-Airlines. Ryanair, Germanwings, Easyjet und Co. werden ihre Klientel nicht mehr mit unreellen Schnäppchen auf ihre Internetseiten lotsen können. Künftig zählt nur noch der Endpreis. Und der ist für den Käufer gleich - unabhängig, ob er nun zufällig im Elsass oder in der Nähe des Baden-Baden-Airports seinen Wohnsitz hat. Die Low-Cost-Carrier haben zwar Wettbewerb gebracht. Aber mit ihrem Vorgehen, mit niedrigen Preisangeboten Passagiere zu locken, haben sie auch eine Praxis eingeführt, die darauf abzielt, mit billigen Tricks Kunden zu locken. Denn wer mit 10-Euro-Flügen wirbt, der unterschlägt, dass noch Flughafengebühren, Steuern und erhebliche Kerosinzuschläge hinzukommen. Verbraucherschützer nennen derart Methoden unlauter. Denn nur versierten Fliegern ist klar, dass nicht im Paket drin ist, was draufsteht. Mit dem Zwang zur Transparenz macht sich die Kommission zum Anwalt der Konsumenten. Auch die ausgebauten Rechte für Flugpassagiere gehen in diese Richtung. Und die Aktion zur Verbilligung der unverschämt teuren Handy-Auslandstarife tut ein übriges. Weiter so, kann man da nur sagen. Hier profitiert der Bürger von Europa.

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