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Südwest Presse: Kommentar zu Maschinenbau

    Ulm (ots) - Die Maschinenbauer im Südwesten sind dabei, sich in ihren Siebenmeilenstiefeln bequem einzurichten. Wenn es noch irgend eines Nachweises bedurft hätte, dass diese Renommierbranche des Landes auch weiterhin weltweit keine Konkurrenz zu scheuen braucht, überzeugender als der bereits seit drei Jahren anhaltende und sich selbst beschleunigende Boom könnte er kaum ausfallen: Die Produktion legt um acht Prozent zu. 2007 wird das vierte Jahr des Aufschwungs. Der exportdämpfende notorisch hohe Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar lässt die Branche kalt. Kann er auch, denn jetzt boomt auch das Inlandsgeschäft. Dazu passt dann auch, dass in diesem Jahr 8000 neue Arbeitsplätze im Land entstehen. Das ist auch gut so. Denn wie soll es mit dem Arbeitsmarkt besser werden, wenn nicht in der Hochkonjunktur. Bemerkenswert ist deshalb weit eher die Zurückhaltung, mit der die heimischen Maschinenbauer neue Stellen schaffen. Dass sie zunächst die leer gefegten Zeitkonten bis zum Gehtnichtmehr ausfüllen, ist völlig in Ordnung. Dies sind schließlich die Sicherheitspolster ihrer Mitarbeiter für die im Investitionsgütergeschäft unvermeidlichen Abschwungphasen. Dass sich in Sachen Neueinstellungen aber selbst im Angesicht eines vierten Aufschwungjahres nicht deutlich mehr bewegt, ist hingegen kaum noch nachvollziehbar.

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