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Südwest Presse: Kommentar zur Wirtschaftskriminalität

    Ulm (ots) - Kriminalität in Unternehmen - das ist längst ein eigener Wirtschaftsfaktor. Mehr als 4 Mrd. Euro soll der Schaden betragen, den Mitarbeiter, Geschäftspartner oder Außenstehende kleinen und großen Firmen zufügen. Das ist eine gigantische Zahl, mit der man Hunderttausende von Arbeitsplätzen finanzieren - oder in vielen Fällen erhalten könnte. Diese Gegenrechnung ist mehr als nur theoretischer Natur. Denn der alte Spruch, dass gegen kriminelle Energie kein Kraut gewachsen ist, stimmt eben so gerade nicht. Ihn zitieren vor allem diejenigen, die Sparpotenziale nur in der Verschlankung von Strukturen und in der Rationalisierung von Prozessen oder Tätigkeiten sehen, aber seltener in einem sehr sorgfältigen Umgang mit Datenbeständen, einem exakten Controlling oder einem besseren Betriebsklima. All das könnte potenzielle Täter abhalten, ihnen die Arbeit erschweren oder zumindest die Schadenshöhe verringern. Nicht nur die Unternehmen sind aufgefordert, sorgfältiger mit dem Thema umzugehen, sondern auch die Behörden. Denn die Untersuchung zeigt, dass ein Teil des angerichteten Schadens auf das Konto von Kurs- oder Informationsmanipulateuren geht. Zur Verhinderung und Entdeckung solcher Fälle sind Finanzdienstleistungs- und Wertpapieraufsicht geschaffen worden. Doch sie vermitteln den Eindruck, dass sie noch überwiegend nur reagieren statt vorbeugend zu wirken.

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