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Südwest Presse: KOMMENTAR: W&W

    Ulm (ots) - Für die Mitarbeiter von Finanzdienstleistern kommt es derzeit knüppeldick. Allianz dampft gnadenlos die Belegschaftsgröße ein, Wüstenrot & Württembergische streicht 1750 Arbeitsplätze und der Branchenverband GDV spricht davon, dass in den nächsten Jahren mit einem kontinuierlichen Stellenabbau zu rechnen sein wird. Keine besonders rosigen Aussichten also. Insbesondere bei Allianz und W&W kann man erneut besichtigen, dass aus Zusammenschlüssen und Übernahmen allein noch kein funktionierender, oft auch nicht harmonierender Konzern wird. Es ist schon auffallend, dass die Anhänger von Allfinanzgruppen plötzlich ziemlich kleinlaut werden. Es ist eben doch nicht so einfach, dem spezialisierten Außendienst weitere, fachfremde Produkte mit auf den Weg zum Kunden zu geben. Bei W&W ist zudem zu beobachten, dass die Struktur mit der zunehmenden Größe nicht mitgewachsen ist. Wenn der neue Vorstandschef Alexander Erdland massive Marktanteilsverluste, komplizierte Produkte und Mehrfacharbeiten ausmacht, dann ist das auch ein mehr oder weniger dezenter Hinweise darauf, dass in der Vergangenheit einige Pflichtaufgaben liegen geblieben sind. Erdland hat in seiner früheren Tätigkeit bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall bewiesen, dass er kostenbewusst handelt und vertriebsorientiert denkt. Genau das braucht W&W jetzt offenbar.

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