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Südwest Presse: Kommentar zu Allianz

    Ulm (ots) - Die Allianz als Marktführer steht unter besonderer Beobachtung: Einerseits der der Öffentlichkeit, andererseits der der Konkurrenz. Für die einen ist nur schwer zu verstehen, dass trotz steigender Gewinne gleich mehrere Tausend Arbeitsplätze gestrichen werden müssen. Die Begründung ist nicht so ganz lupenrein: weil, wie es heißt, die Marktanteile sinken. Richtiger wäre, weil die hohen Renditevorgaben des fix auf den Kapitalmarkt blickenden Vorstands nicht erfüllt werden. Für die anderen sind die Schritte des Branchenprimus so etwas wie das Leitmotto. Wenn er vorangeht, folgen andere bald nach. Das lässt für das Versicherungsgewerbe und dessen Beschäftigte nichts Gutes erahnen. Ob das Vorgehen ein gutes Beispiel und deshalb nachahmenswert ist, muss sich freilich erst zeigen. Denn die Allianz geht ein hohes Risiko ein. Sie läuft Gefahr, mit den harten Einschnitten ihr Image zu beschädigen. Und sie hat das Risiko, dass Kunden und frustrierte Mitarbeiter bei der Umsetzung der neuen Struktur nicht mitziehen und dass zwar die wirtschaftlichen Ergebnisse kurzfristig stimmen, aber die Zufriedenheit und damit auch der langfristige Erfolg auf der Strecke bleibt. Schließlich murrt auch der Außendienst gewaltig auf, seit der Versicherungsriese seiner eigenen Organisation über das Internet Konkurrenz macht. Unruhige Zeiten bei der Allianz, traurige für viele Mitarbeiter.

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