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Südwest Presse: Kommentar zu China

    Ulm (ots) - Glaubhaften, neuen Berichten zufolge werden Andersdenkende und Andersgläubige, etwa von der Falun-Gong-Meditationsbewegung, in China zunehmend nicht nur verschleppt und in Folter- und Arbeitslagern drangsaliert, sondern als unfreiwillige Organspender missbraucht und umgebracht. Oft werden die verkäuflichen Körperteile bei lebendigem Leib entnommen, ehe die Überbleibsel verbrannt werden. Angela Merkels Besuch in China sollte der Öffentlichkeit auch wieder bewusst machen, dass es sich um ein Reich der systematischen Tritte gegen die Menschenrechte handelt. Ob es um Lager für Oppositionelle geht, oft getarnt als psychiatrische Kliniken und mit brutalsten Methoden der Gehirnwäsche arbeitend, oder ob meist aus nackter Not über die Grenze geflohene Nordkoreaner völkerrechtswidrig wieder ausgeliefert und sicherer Folter oder Hinrichtung ausgesetzt werden - das Regime in Peking kennt keine Skrupel. Merkels offenerer Zungenschlag in Sachen Menschenrechten im Vergleich zu ihrem Vorgänger, der alles den wirtschaftlichen Interessen unterordnete, steht uns gut zu Gesicht. Eine selbstbewusste Wirtschaftsmacht wie Deutschland hat es nicht nötig, die Augen vor den Zuständen in China zu verschließen. Selbst im wohlerwogenen eigenen Interesse: Die Fassade der chinesischen KP zeigt schon feine Risse. Auch in Peking wird sich ein menschenverachtendes Regime nicht mehr ewig halten.

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