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Südwest Presse: Kommentar Air Berlin

    Ulm (ots) - Hat Johannes B. Kerner etwa geahnt, wie die Börsen-Einführung läuft? Jedenfalls hat der smarte Fernsehmoderator und Einpeitscher für die Aktie von Air Berlin gut daran getan, gestern die Premiere der Aktie auf dem Börsenparkett zu meiden. Das von ihm in etlichen Werbespots als vermeintlich größter und erfolgreichster Börsengang des Jahres gefeierte Ereignis war zwar kein Flop, aber am Ende eine herbe Enttäuschung. Erst die Verschiebung des Börsengangs, dann die Senkung der Preisspanne um 20 Prozent und am Ende des ersten Börsentags ein Kurs, der nicht einmal den ohnehin schon niedrigen Emissionspreis halten kann. Air-Berlin-Chef Joachim Hunold kann am Ende froh sein, dass der Börsengang überhaupt geklappt hat. Hunold und die Banken haben zu hoch gepokert. Die Anleger lassen sich heute nicht mehr so über den Tisch ziehen wie Anfang des Jahrhunderts. Auch Prominenz kann daran glücklicherweise nichts ändern. Aktiensparer schauen genau hin und zahlen nur den Preis, der angemessen erscheint. Sie wissen, dass in den Papieren Chancen, aber eben auch Risiken liegen, zumal wenn es um Papiere aus der Luftfahrtbranche geht. Was wenig erfreulich ist für Air Berlin, ist mit Blick auf den Aktienmarkt ein Gewinn. Die Akteure sind reifer geworden. Auch deshalb bleiben die Aussichten an der Börse rosig.

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