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Südwest Presse: Kommentar zu Märklin

    Ulm (ots) - Der Wunsch des Märklin-Betriebsrats hat Seltenheitswert am Standort Deutschland. Er spricht sich, wie auch Mitarbeiter und Gewerkschaft, für den Verkauf des Unternehmens an einen ausländische Finanzinvestor aus, einer Spezies, die Sozial- und Arbeitsminister Franz Müntefering einst als Heuschrecke gegeißelt hatte. Gleichzeitig gibt der Betriebsrat den drei Gesellschaftern, die sich gegen den Verkauf sperren, eine verbale Ohrfeige. Ausgerechnet die Verwandtschaft des Firmengründers blockiert den Einstieg eines finanzkräftigen Partners, dessen Strategie auf eine nachhaltige Sanierung des angeschlagenen Unternehmens und Wachstum, nicht auf dessen Zerschlagung ausgerichtet ist. Die Zwistigkeiten unter den 23 Gesellschaftern haben das Unternehmen gelähmt - und das in einer Zeit, in der durch die Konjunkturflaute und den schrumpfenden Markt längst ein beherztes Vorgehen bitter nötig wäre. Zudem waren und sind die jetzigen Gesellschafter nicht in der Lage, Märklin die dringend benötigte Finanzspritze zu geben, damit die Marke ihr Potenzial am Markt besser ausnutzen kann. Vom Verkauf profitieren letztlich alle Beteiligten. Das sollten die drei sich zierenden Gesellschafter bedenken. Spielen sie weiter Bremsklotz, schaden sie Märklin noch mehr, als sie es bisher getan haben. Die Alternative zur Sanierung ist das Abstellgleis - und das will wohl keiner.

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