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Südwest Presse: Kommentar zu Elring-Klinger

    Ulm (ots) - Das Leben eines Automobil-Zulieferers ist nicht sehr kommod. Seine Abnehmer - die wenigen großen Autokonzerne - diktieren ihm meist, wie viel weniger sie für die bestellten Teile zu zahlen bereit sind. Dabei überlassen es die Fahrzeug-Hersteller weitgehend ihren Lieferanten, wie sie steigende Rohstoffpreise und Arbeitskosten auf die Reihe kriegen. Im knallharten Wettbewerb kann hier nur bestehen, wer ständige Produktivitätssteigerungen und Produktinnovationen bietet. Elring-Klinger, der Mittelständler aus dem Ermstal, exerziert dies seit einigen Jahren mit bemerkenswertem Erfolg vor. Umsätze und Gewinne sind fast so stark gestiegen wie der Aktienkurs. Profitiert haben davon aber auch die Mitarbeiter in Deutschland. Zwei Drittel der Gesamtbelegschaft arbeitet im Inland, auch wenn das Wachstum weit mehr im Ausland stattfindet. Dies geht übrigens nur, weil die Produktion schon stark automatisiert ist. Im Falle Elring-Klingers geht es aber auch, weil die Mitarbeiter gefordert und gefördert werden. Bis 2010 wurde eine Beschäftigungssicherung vereinbart; die Beschäftigten willigen für die Sicherheit ihrer Jobs ein, dass die Leistungsanforderungen erhöht wurden. Im Erfolg sind die Schwaben dafür auch nicht knauserig und fast schon sozialistisch: Wieder wird ein Bonus bezahlt, 950 Euro - vom Hausmeister bis zum Firmenchef. Auch dies macht Elring-Klinger zum Vorzeigeunternehmen.

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