Südwest Presse

Südwest Presse: Kommentar zur Cebit

    Ulm (ots) - Ein Trend der heute beginnenden Cebit ist das gute alte Internet. Alles, was zwei Beine hat, sucht im weltweiten Datennetz sein Heil. Telefoniert wird über das Web, Musik gehört, Fernsehen geschaut, Verabredungen getroffen. Und genau da liegt die Schwierigkeit der größten Computer-Messe der Welt: Computer spielen kaum noch ein Rolle. Das Spektrum ist riesig, der Geschäftsmann interessiert sich nicht für Spiel-Konsolen, der Handy-Fan kann mit Lagerhaltungs-Software nichts anfangen. Der Chef des Branchen-Verbandes Bitkom, Willi Berchtold, hat Recht, wenn er die Zerfledderung der deutschen Messelandschaft anprangert. Doch wer auf der einen Seite das Zusammengehen zwischen Telekommunikation, Informationstechnologie und Konsumelektronik lobt, darf auf der anderen Seite nicht die Folgen kleinreden. Die Cebit kann sich auch nicht aufspalten, ähnliches ging schon einmal schief. Mitbewerber warten nur darauf, einen kleinen Ableger aufzunehmen. Auch die Konzentration auf den Business-Bereich gelingt nicht: Die Verzahnung der Bereiche ist zu eng. Und als Unterhaltungselektronik-Messe wird die Cebit niemand Ernst nehmen. So wird die Bedeutung der Cebit zwangsläufig sinken und eine Nivellierung der großen Ausstellungen in Deutschland stattfinden. Sonderschauen wie in diesem Jahr und Sonntagsreden ändern daran nichts.

Rückfragen bitte an:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218

Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Südwest Presse

Das könnte Sie auch interessieren: