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Südwest Presse: Kommentar zum Tourismus

    Ulm (ots) - Es klingt wie das Pfeifen im Walde, wenn Klaus Laepple, oberster Chef der deutschen Tourismuslobby, meint, die Branche lasse sich die gute Stimmung auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin von der Vogelgrippe nicht vermiesen. Ohne Zweifel wird das Thema das beherrschende auf der weltgrößten Reisemesse in Berlin sein. Denn kein Land ist vor dem Virus sicher. Weil aber die deutschen Verbraucher häufig bei Bedrohungen, wie beispielsweise der Rinderseuche BSE, ängstlicher und nervöser reagieren als Menschen in anderen Ländern, bedarf es nicht viel Fantasie, was die Bilder vom Bodensee und der Insel Rügen auslösen: Viele Familien machen sich gerade jetzt Gedanken über ihren Urlaub. Ein Ort, an dem Männer in ABC-Schutzanzügen Vogel-Kadaver einsammeln, wirkt wenig einladend, auch wenn nach allem, was man heute weiß, kein Risiko für Menschen von der Vogelgrippe ausgeht. Das wird zwar kaum dazu führen, dass die Deutschen weniger reisen, sich aber für andere, Virus-freie Ziele entscheiden. Daher wird es Verlierer geben, zu denen die Bodenseeregion gehören könnte. Nur gut, dass es unwahrscheinlich ist, dass noch im Juni zur Fußball-WM vermummte Helfer durch die Landschaft stapfen. Dann wird die Welt auf Deutschland blicken und das Urlaubsland einen Werbeschub erhalten, der hoffentlich noch mehr ausländische Gäste anlocken wird.

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