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Südwest Presse: Kommentar zur Wirtschaftsregion Südwest

    Ulm (ots) - Gut zu wissen: Der Südwesten ist im bundesweiten Vergleich weiter ganz vorn mit dabei, wenn es um die innovativsten Wirtschaftsregionen in Deutschland geht. Das Thema erleichtert abzuhaken, wäre indes voreilig. Die Prognos-Wirtschaftsforscher fördern einen bemerkenswerten Wandel zu Tage: Fehlanzeige im Blick auf die traditionellen Zugpferde der baden-württembergischen Wirtschaft Fahrzeugindustrie, Maschinenbau oder Computerbranche. Und auch Stuttgart sucht man vergeblich unter den Boomregionen. Statt dessen tauchen Pharmaindustrie, Medizintechnik oder die Logistikbranche als die Wachstumstreiber und Jobmotoren auf, die die Musik neuerdings in Regionen wie Ulm oder Tübingen spielen lassen. Dies heißt noch längst nicht dass, dass Traditionsbranchen des Landes ihrer Zukunft hinter sich haben. Wohl aber erscheinen die Klagen der IHK Region Stuttgart in neuem Licht, die wegen anhaltender Fertigungsverlagerungen in den industriellen Kernbereichen oder einer gänzlich unzulänglichen Innovationskraft bei den kleineren und mittleren Unternehmen um die Zukunftsfähigkeit der industriellen Fertigungskette im Land fürchtet. Hier sind die Vorboten eines neuen Strukturwandels im Land erkennbar. Mit anhaltender Zurückhaltung wird ihn die Landesregierung nicht begleiten können. Eine Neujustierung der Strukturpolitik wird dringlich.

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