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Südwest Presse: Kommentar zu Mohammed-Karikaturen

    Ulm (ots) - In vielen islamischen Staaten sind Muslime gegen die dänischen Karikaturen auf die Barrikaden gegangen.  Bedauern über die Konsequenzen der Veröffentlichung war die Folge. Haben sich aufgebrachte Muslime damit gegen die Pressefreiheit durchgesetzt? So klar ist das nicht. Weit mehr als die Demonstranten könnten die Interessen der dänischen Wirtschaft in den arabischen Staaten die Regierung in Kopenhagen zu versöhnlichen Worten bewegt haben. Wer die Fahne der Pressefreiheit hochhält, darf den Einfluss der Wirtschaft auf die Medien nicht verschweigen. Doch unabhängig davon ist Respekt vor religiösen Gefühlen für das Zusammenleben unverzichtbar. Wer diesen missen lässt, um Grenzen auszuloten, wird seiner publizistischen Verantwortung nicht gerecht. Man wünschte sich mehr Sensibilität. Auch in der islamischen Welt, wo Christen und Juden ohne Aufschrei als Ungläubige diffamiert werden können.

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