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Südwest Presse: Kommentar zu DIS

    Ulm (ots) - So kann man sich täuschen: In der Chefetage des schweizer Personaldienstleisters Adecco dachte man wohl, man müsse sich nur der Unterstützung des DIS-Managements versichern, dann ließe sich der Konkurrent mit links übernehmen. Doch weit gefehlt. Dabei hätte man in Zürich gewarnt sein müssen. Voith, der zweite Haupteigner des Deutschen Industrie Service (DIS), lässt sich von Dritten nichts vorschreiben. Dass man die Heidenheimer auch nicht so leicht über den Tisch ziehen kann, hätte sich eigentlich in der Eidgenossenschaft längst herumgesprochen haben müssen: Der einstige Winterthurer Papiermaschinen-Partner Sulzer Escher Wyss ist längst nicht mehr mit von der Partie. Bei Voith macht man etwas richtig - oder man lässt es. Und da man im Brenztal fleißig DIS-Aktien sammelt, steht außer Frage, welche der beiden Alternativen im Fall des Düsseldorfer Personaldienstleisters die handlungsleitende ist. Deshalb spricht viel für die Vermutung, dass die von Voith bemängelte Höhe des Übernahmeangebotes nicht das alleinige Ablehnungsargument darstellt. Adecco wird es vermutlich schon extrem aufstocken müssen, soll ein Erfolg wenigstens in Reichweite kommen. Doch ob dann Voith-Chef Hermut Kormann und sein Aufsichtsratvorsitzender Michael Rogowski wirklich weiche Knie bekommen, darf man sehr bezweifeln.

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