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Südwest Presse: Kommentar zu Innovationen

    Ulm (ots) - Gut zu wissen: In Sachen Innovationsfähigkeit macht der Bundesrepublik - zumindest in Europa - so leicht niemand etwas vor. Ganz im Gegenteil, die jüngste EU-Studie bestätigt erneut den weiteren Ausbau ihrer führenden Position. Alles andere hätte aber auch sehr zu denken geben müssen angesichts der inzwischen erreichten engen Vernetzungen zwischen Hochschulen beziehungsweise Forschungsinstituten und Unternehmen - bis weit in den Mittelstand hinein. Gut auch, dass die EU-Kommission beim wohl wichtigsten Standortvorteil Deutschlands eine Positionsverbesserung gegenüber innereuropäischen Wettbewerbern wie Frankreich oder Großbritannien ermittelte. Arbeiten Firmen und Wissenschaft weiter konsequent an einer Optimierung des Wissenstransfers, ist es um die Zukunftsfähigkeit der heimischen Wirtschaft nicht schlecht bestellt. Ganz und gar nicht gut ist indes, dass Länder wie Österreich oder die Niederlande bestenfalls europäisches Mittelmaß darstellen und Italien - in Europa immerhin hinter Deutschland der zweitwichtigste Maschinenbau-Standort - lediglich unter ferner liefen rangiert. Die vollmundigen Absichtserklärungen des Europäischen Rates von Lissabon, die inzwischen auch schon fünf Jahre zurückliegen, waren schlicht heiße Luft. Jetzt herrscht für die EU akuter Handlungsbedarf. Der Abstand zu den USA und Japan ist jedenfalls bereits beträchtlich.

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