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Südwest Presse: Kommentar zum Arbeitsmarkt

    Ulm (ots) - Eva Strobel macht sich Sorgen - völlig zu Recht. Die Chefin der 24 Arbeitsagenturen im Südwesten starrt mit Argusaugen auf die Entwicklung der offenen Stellen - und erlebt eine Enttäuschung nach der anderen. Zwar hat sich das Arbeitsplatzangebot im Land insgesamt binnen zwölf Monaten nachgerade sensationell verbessert und liegt um mehr als 40 Prozent über dem Vorjahresniveau. Doch das geht einzig und allein auf Ein-Euro-Jobs und all die anderen geförderten Angebote der aktiven Arbeitsmarktpolitik zurück. Nimmt man ausschließlich die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Augenschein, die ja eigentlich mit dem Bürokratenkürzel offene Stellen gemeint sind, dann zeigt sich das ganze Ausmaß der Misere selbst am baden-württembergischen Arbeitsmarkt: Auf zehn Arbeitslose kommt gerade mal eine einzige Stelle. So sieht die bittere Wirklichkeit aus - und das sind noch die günstigsten Arbeitsmarktverhältnisse quer durch die ganze Republik. Dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen auch im Südwesten zweistellig nach oben schießt, kann daher nicht wirklich überraschen. Wer auch immer glauben sollte, man könne dauerhaft Unternehmen zu Lasten der Beschäftigung und damit der Gesellschaft insgesamt besser aufstellen, wird früher als ihm lieb sein dürfte die Erfahrung machen: Diese Gleichung geht nicht auf. Aufwärts geht es nur mit neuen Stellen.

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