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Südwest Presse: Kommentar: Preise

    Ulm (ots) - Saubere Bescherung: Die Preise sind in diesem Jahr um zwei Prozent gestiegen. Dass sich die Teuerung beschleunigt hat, ruft jede Fahrt zur Zapfsäule seit Monaten bereits unerbittlich ins Bewusstsein. Sonderlich überraschend kommt der Befund also nicht, dass die Inflationsrate 2005 den höchsten Wert seit vier Jahren erreicht. Die Teuerung ist schon ärgerlich genug, die der massive Schub bei den Energiepreisen auslöste, die sich über Monate hinweg zogen und uns am Ende Rohölsteigerungen auf Rekordniveau einbrockten. Noch unerträglicher ist indes die forsche Ankündigung von Interessensvertretern des Handels, mit den Preiserhöhungen werde es 2006 locker weiter gehen. Begründung: Die Geschäfte könnten nur so ungeschoren an der Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres 2007 vorbei kommen. Das hat den allermeisten Verbrauchern gerade noch gefehlt, die ohnehin schon ihren Gürtel 2006 enger schnallen müssen, weil in den allermeisten Branchen die Lohnerhöhungen kaum einen Ausgleich für eine Inflationsrate auf dem Niveau des Jahres 2005 ausgleichen dürfte. Doch zum Glück haben es die Konsumenten selbst in der Hand, die richtige Antwort auf Preistreiberei mit Ansage zu geben: Kaufstreik. Denn Preise, die die auf 19 Prozent steigende Mehrwertsteuer vorwegnehmen, beseitigen die wirtschaftliche Begründung für vorgezogene Käufe.

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