Südwest Presse

Südwest Presse: KOMMENTAR: zu Hewlett-Packard

    Ulm (ots) - Der Computer-Konzern will vom Privatnutzer nicht lassen. Und der ist beim Einkaufen nicht nur sehr launisch, er achtet auch extrem auf den Preis. Anders als etwa IBM und Siemens, die ihre Computer-Sparte ausgegliedert haben, hält HP an Computern, Monitoren und Fotoapparaten fest. Schlechte Voraussetzungen, wenn die Konkurrenz ebenfalls gute Produkte für weniger Geld auf den Markt bringt. Dazu kommt, dass die Preise für Zentralcomputer in Unternehmen, so genannte Server, fallen. Jetzt sitzt HP auch noch die Umstrukturierung im Nacken. Zwar soll der Abbau von Mitarbeitern Geld sparen - zunächst kostet der Wegfall aber. Das alles sind strategische Ziele, die in Amerika getroffen werden und die einzelnen Länder-Organisationen auszubaden haben. HP-Deutschland hat es da besonders schwer. Der Markt gilt als einer der schwierigsten weltweit. Osteuropäische Länder legen stürmisch zu und lassen Deutschland mit seinem stagnierenden Umsatz und zurückgehenden Ertrag alt aussehen. Wachstum ist hierzulande schwierig. Ob der Zukauf von Unternehmen erfolgreich ist, muss sich erst noch zeigen. Auch in angrenzenden Bereichen herrscht starke Konkurrenz. HP Deutschland verliert immer mehr an Einfluss im Konzern. Möglicherweise wird es in Zukunft nur noch eine Europazentrale geben - mit der Folge der Bedeutungslosigkeit für die hiesige HP.

Rückfragen bitte an:
Südwest Presse
Tolks Lothar
Telefon: 0731/156218

Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Südwest Presse

Das könnte Sie auch interessieren: