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Südwest Presse: Kommentar zu Erdgas

    Ulm (ots) - Zwischen den Erdgaslieferanten und ihren kritischen Kunden verrohen die Sitten. Da immer mehr Verbraucher der Preisgestaltung nicht mehr über den Weg trauen, weil eine Erhöhung die nächste jagt, sehen sich insbesondere die großen in der Branche berechtigt, den Knüppel auszupacken: Das Arsenal der Einschüchterungsmittel lässt weder die Drohung mit einem Lieferstopp noch dem Gang vor den Kadi aus. Wie groß muss eigentlich die Mischung aus Empörung und Rechthaberei sein, dass sich vermeintlich seriöse Unternehmen dazu verleiten lassen, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Der Streit über die Billigkeit der Welle von Preiserhöhungen in der Gasbranche, die stets mit Verweisen auf die Ölpreisbindung des Erdgases begründet werden, ist bei mehreren Gerichten anhängig. Welche Zacken bräche eigentlich den Erdgasversorgern aus der Krone, wenn sie schlicht Vernunft walten ließen und den Ausgang der Verfahren abwarteten, die derzeit in Heilbronn und Hamburg laufen? Doch auch die Verbaucherschützer täten gut daran, nicht nur mit Macht gegen die Erdgasbranche zu agitieren und die Verbraucher zum Zahlungsboykott bei Preiserhöhungen aufzurufen. Schließlich gibt ihnen niemand die Garantie dafür, dass diese Prozesse in ihrem Sinn ausgehen. Gewinnen sie die Versorger, bleiben an den Klägern saftige Nachzahlungen hängen. Auch darauf gehört verwiesen.

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