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Südwest Presse: Kommentar zu Südwestmetall

    Ulm (ots) - Das Thema Bildung und Wirtschaft kommt in den Medien fast nur im Zusammenhang Ausbildung vor - wobei sich die Firmen meist auf der Anklagebank wiederfinden. Dass die Wirtschaft selber das größte Interesse an sehr gut qualifizierten Mitarbeitern hat, geht dabei leicht unter. Wer weiß schon, dass der baden-württembergische Arbeitgeberverband Südwestmetall seit 2001 jährlich fünf Millionen Euro dafür ausgibt, die technische Ausbildung - auch gerade von Mädchen - zu fördern. Jetzt legt der Verband nach und fördert modellhaft die frühkindliche Bildung. Man braucht deshalb Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und Südwestmetall nicht gleich zu Helden des Jahres 2005 küren - aber eine kleine Erwähnung in den adventlichen Bestenlisten der guten Taten hätte das Stuttgarter Modell schon verdient. Bemerkenswert daran ist ja weniger der finanzielle Einsatz, wenngleich der mit einer Million Euro für einen Verband auch kein Pappenstiel ist; vorbildlich ist das Projekt vor allem deshalb, weil es an einem Missstand ansetzt, für den nicht die Wirtschaft verantwortlich ist. Die frühkindliche Förderung ist ein gesamtgesellschaftliches Unterfangen von größter Dringlichkeit für ein Land, das seinen gewohnten Wohlstand künftig nur mit besserer Bildung verteidigen kann. Südwestmetall setzt hier folgerichtig mit eigenem Geld an - und damit ein Signal mit Vorbildcharakter.

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