Südwest Presse

Südwest Presse: Kommentar zu Karstadt

    Ulm (ots) - Endlich Licht am Ende des Tunnels bei Karstadt-Quelle. Im dritten Quartal verdiente der Essener Handelsriese wieder etwas, nachdem im Vorjahr noch gewaltige Verluste angefallen waren. Eines muss man dem neuen Vorstandsvorsitzenden Thomas Middelhoff lassen: Er räumt gewaltig auf und legt dabei ein beachtliches Tempo vor. Als er im Juli die Ergebnisprognosen nach unten korrigieren musste, hätten ihm dies die wenigsten zugetraut. Und doch ist die Krise noch lange nicht gemeistert, allein die Kurskorrektur gelungen. Denn der Umsatzeinbruch setzte sich auch im dritten Quartal mit rund acht Prozent fort. Lediglich das schmerzhafte Spar- und Verkaufsprogramm verhinderte, dass Karstadt-Quelle weiter auf den Abgrund zusteuert. Middelhoff ist ein gutes Stück beim Umbau vorangekommen. Der Konzern will sich künftig überwiegend auf die 90 großen Warenhäuser in den Innenstädten und auf den aufgefrischten Versandhandel stützen. Wenn sich die Warenhäuser zuletzt tatsächlich besser als der Markt entwickelt haben sollten, wäre das ein weiteres Hoffnungszeichen. Und dass im Versand der angestaubte Katalogvertrieb durch neue Formen ergänzt werden muss, ist unbestritten. Nach der Sanierung der Kostenstruktur steht nun der nächste Schritt an: mehr Umsatz. Das Weihnachtsgeschäft wird zur nächsten Stunde der Wahrheit.

Rückfragen bitte an:
Südwest Presse
Tolks Lothar
Telefon: 0731/156218

Original-Content von: Südwest Presse, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Südwest Presse

Das könnte Sie auch interessieren: