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Südwest Presse: Kommentar zu Lackieranlagen-Spezialist Dürr

    Ulm (ots) - Die Sprache der Wirtschaft kann bisweilen ganz schön verniedlichend sein. Wenn also der Stuttgarter Lackieranlagen-Spezialist Dürr beim Verkauf seiner Messtechnik-Sparte von der "Konzentration auf das Kerngeschäft" spricht, dann ist das nur ein Teil der Wahrheit. Denn die Aufgabe des Bereichs entspringt erstens und vor allem dem nachhaltigen Bedürfnis, mit dem Verkaufserlös die Schulden und die damit verbundene Zinslast zu reduzieren. Und die drücken das schwäbische Unternehmen ganz gewaltig. Und zweitens war der jetzt bekannt gegebene Verkauf der MPT-genannten Sparte Teil einer der beiden Kerngeschäftsfelder, so dass sich Dürr künftig noch mehr auf das schwierige Geschäft mit der Autoindustrie konzentrieren wird. Aber eben die sorgte wegen ausbleibender Aufträge zuletzt für die wachsenden Probleme. Dagegen ist die jetzt veräußerte Sparte zwar wesentlich kleiner als der Lackieranlagen-Bau, verdiente zuletzt aber besser als das Stammgeschäft.

    Trotzdem: Dürr kam an der Veräußerung nicht vorbei. Denn sie verschafft dem Unternehmen die Luft zum Atmen und mehr Spielraum bei Verhandlungen mit den Banken. Die stehen dem Vernehmen nach zwar noch hinter den Stuttgartern. Doch dieser Treueschwur gilt sicher nur so lange, wie Hoffnung auf Besserung besteht. Da sieht es seit gestern etwas besser aus.

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