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Südwest Presse: Kommentar zu Rentenalter: Ausgabe vom 31.10.05

    Ulm (ots) - Schon die ersten Tage der Koaltionsverhandlungen werden bei vielen Wählern sowohl von SPD als auch Union Ernüchterung gebracht haben. So schnell wurden Ankündigungen und Versprechungen wohl noch nie wieder eingepackt. Die Kassenlage der Nation freilich lässt nun wahrlich keine Geschenke mehr zu und es ist auch kein Platz mehr für rein ideologisch begründete Positionen. Geradezu widersprüchlich erscheint da jetzt eine finanzielle Förderung von Arbeitsplätzen für Ältere, noch eine Subvention also. Die demoskopische Entwicklung und die prekäre Situation vor allem der Rentenkasse zwingen aber einfach zu Versuchen, ältere Arbeitnehmer länger zu beschäftigen, am besten noch über das Renteneintrittsalter von 65 hinaus. Dass ohne Abstriche bei der Rente künftig bis zum Alter von 67 gearbeitet werden muss, ist eigentlich schon ausgemacht. Zwar zieren sich noch manche Politiker mit dem Hinweis auf fehlende Arbeitsplätze oder auf die Zumutung für diejenigen, die 45 Jahre Beiträge gezahlt haben, aber die Not erzwingt eben auch die eine oder andere Ungerechtigkeit. Halbherzig freilich ist die Absicht, mit dem Hinausschieben der Altersgrenze erst im Jahr 2011 zu beginnen. Wenn diese Maßnahme richtig ist, dann muss sie so schnell wie möglich umgesetzt werden. Die Belastung für die rentennahen Jahrgänge ist mit zwei oder drei Monaten Mehr-Arbeit schließlich nicht unerträglich.

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