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Südwest Presse: Kommentar zu Trumpf

    Ulm (ots) - Berthold Leibinger zieht sich beim Ditzinger Werkzeugmaschinenspezialisten Trumpf aus der ersten Reihe zurück. Der Vorzeige-Mittelständler untertreibt gewaltig, wenn er mit einer Träne im Auge "ein Unternehmen in guten Verhältnissen" an die zweite Generation übergibt. Leibinger kann auf eine unternehmerische Leistung zurückblicken, die ihresgleichen sucht. Unter seiner Führung schnellte der Umsatz in vier Jahrzehnten von 14 Millionen D-Mark auf 1400 Millionen Euro nach oben. Aus 390 Mitarbeitern wurden mehr als 6000. Trumpf ist heute Europas größter Hersteller von Werkzeugmaschinen und die Nummer eins weltweit in Sachen Lasertechnik. Hut ab. Dies gilt freilich längst nicht nur für den Manager und den Techniker Berthold Leibinger. Dies gilt vor allem einem Unternehmer, dem die Verantwortungsethik eines Max Weber zur Richtschnur wurde. Gegenüber seinen Mitarbeitern ganz genau so wie gegenüber der Gesellschaft. Ein Jammer, dass dieses Unternehmer-Verständnis außerhalb des Ditzinger Familienunternehmens viel zu selten anzutreffen ist. Denn dann wäre es um die Republik und insbesondere ihre größte Baustelle, den Arbeitsmarkt, deutlich besser bestellt. Keine Frage, Berthold Leibinger hinterlässt sehr große Schuhe. Aber gerade deshalb ist es dem neuen Management zu wünschen, dass es diese bald ausfüllen kann.

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