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Südwest Presse: SÜDWEST PRESSE ULM, Kommentar zur Koalition

    Ulm (ots) - CDU-Chefin Angela Merkel muss sich schon bis zur Unkenntlichkeit verbiegen, um Wünsche vor der Wahl und Wirklichkeit danach in Sachen Regierung übereinzubringen. Vom bis zum Wahlsonntag erhofften marktliberalen "Durchregieren" mit dem Liberalen Guido Westerwelle als willigem Komparsen kann keine Rede mehr sein. Zentrale Merkelsche Anliegen, ob die Kopfpauschale in der Gesundheitsversicherung oder die von ihr verfolgten Steuerreformpläne, sind bereits beerdigt. Ob die Kraft reicht zu spürbarem Schuldenabbau und zur Senkung der Lohnzusatzkosten, ist ungewiss. Alle freilich, die nun insgeheim schon mit dem Scheitern der Regierungschefin kalkulieren, eint, dass sie ihr noch vor nicht allzu langer Zeit den Sprung an die Spitze gar nicht zugetraut haben. Meistert Merkel auch die nächste Herausforderung, dann kann sie in der Union in Helmut Kohls Fußstapfen treten.

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