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Südwest Presse: Kommentar zu Konjunktur

    Ulm (ots) - Neue Töne in der Republik: Wirtschaftsexperten machen Licht aus am Ende des Konjunktur-Tunnels. Hoffentlich kommt es dann auch so, und dem Publikum bleiben die zuletzt regelmäßig auf der Tagesordnung stehenden Korrekturen der zu optimistischen Prognosen nach unten erspart. Zumindest auffällig ist es nämlich schon, wie eng dieser neue Optimismus mit dem Wechsel in der politischen Farbenlehre in Berlin zusammenfällt. Weil die Konjunktur nicht nur von den harten wirtschaftlichen Daten abhängt, sondern zu einem beträchtlichen Teil auch das Produkt von Stimmungen ist, kommt jetzt dem wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Teil der Koalitionsvereinbarung erhebliche Bedeutung zu, die Union und Sozialdemokraten in den nächsten vier Wochen aushandeln wollen. Hält der Stoiber-Bonus, was man sich augenscheinlich in Expertenkreisen von ihm verspricht, dann könnte es in der Tat etwas werden mit einem Abschied von der konjunkturellen Dauerkrise. Dringend darauf angewiesen sind Angela Merkel, die neue Kanzlerin, ihr SPD-Kompagnon Franz Müntefering und der Super-Wirtschaftsminister Edmund Stoiber in jedem Fall. Denn ohne Aufschwung wird es auch die große Koalition nicht schaffen, die desaströse Staatsverschuldung einzudämmen - ganz zu schweigen von einem Abbau der Massenarbeitslosigkeit.

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