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Südwest Presse: Kommentar zum Export

    Ulm (ots) - Der Exportweltmeister verteidigt seinen Spitzenplatz und auch 2006 dürfte Deutschland die Rangliste anführen. Mindestens genau so erfreulich ist, dass mit dem Regierungswechsel in Berlin auch das unsägliche Krisengejammere verstummen dürfte: Sitzt die Union an den Schalthebeln der Macht, kann sie kein politisches Interesse mehr daran haben, die bemerkenswerten wirtschaftlichen Leistungen der heimischen Unternehmen und ihrer Mitarbeiter schlecht zu reden. Das heißt nun freilich auch nicht, dass alles mehr oder weniger in Butter wäre. Die Dominanz der heimischen Firmen auf dem Weltmarkt hat natürlich auch ihren Preis: Die Importe wachsen schneller als die Exporte. In den Produkten "Made in Germany" steckt ein wachsender Anteil von Zulieferungen aus kostengünstigeren Ländern. Den Trend zur Fertigungsverlagerung kann man nicht aus der Welt schaffen, muss ihn wohl aber eindämmen. Hier liegt eine der Hauptaufgaben der neuen Bundesregierung - vor allem durch eine Senkung der Lohnnebenkosten. Doch das wird nicht reichen. Schwarz-Rot wäre gut beraten, einen Dreierpakt anzustreben: Firmen, die in Bündnissen für Arbeit auf Fertigungsverlagerungen verzichten, erhalten steuerliche Erleichterungen bei Investitionen im Inland. Dies brächte überdies der Konjunktur den Schub, der Grundvoraussetzung für die unaufschiebbare Etat-Sanierung in Berlin ist.

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