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Südwest Presse: Konmentar zum Maschinenbau

    Ulm (ots) - Volle Auftragsbücher, ausgelastete Fabriken, Produkte, die weltweit allerbesten Ruf genießen - der deutsche Maschinenbau zeigt, was am oft gebeutelten Standort Deutschland möglich ist. Dahinter stehen nicht große Konzerne, sondern mittelständische, oft sogar kleine, hoch innovative Betriebe, die auch ohne millionschwer bezahlte Manager wissen, wo es lang geht. Die deutschen Maschinenbauer agieren vorbildlich. Nur in solch höchst erfolgreichen Branchen können hierzulande neue Arbeitsplätze entstehen. Wo sonst? Wirklich neue Impulse für den Arbeitsmarkt aber kommen aus dem hoch gelobten Maschinenbau nicht. Im Gegenteil. 7000 Stellen hat die Branche allein von Januar bis Juli gestrichen, obwohl so viel produziert wurde wie nie zuvor. Auch im Rekordjahr 2004 hat die Branche 9000 Arbeitsplätze gekappt. 5000 neue Leiharbeiter, prall gefüllte Arbeitszeitkonten, Überstunden und eine längere Arbeitszeit allein können und dürfen es als Beitrag für den Arbeitsmarkt nicht sein. Der Verweis auf starre Regeln, auf notwendige Flexibilität und mangelnde Reformen wirkt vor diesem Hintergrund wenig überzeugend. Wie soll der Arbeitsmarkt in Schwung kommen, wie sollen Steuern und Abgaben nach unten gehen, wenn nicht einmal die erfolgreiche Unternehmen ihren Beitrag leisten und neue Mitarbeiter einstellen? Es wird Zeit, dass die Branche umdenkt.

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