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Südwest Presse: Kommentar: VW

    Ulm (ots) - Es ist mächtig viel los in Wolfsburg in diesen Tagen. Die Einigung über den Bau des neuen Geländewagens ist wieder einmal eine gute Nachricht für den Konzern. Denn sie rettet 1000 Arbeitsplätze. Fast noch wichtiger ist jedoch die damit verbundene Ankündigung von Markenchef Wolfgang Bernhard, weitere Modelle in Norddeutschland bauen zu lassen. Denn diese Zusage belegt, dass der Standort D eben doch konkurrenzfähig ist, wenn alle Beteiligten nur wollen und sie genügend Flexibilität und Ideen für eine solche Lösung mitbringen. Der Deal zwischen Management und Betriebsrat bei VW wird richtungsweisend für die weiteren Sparanstrengungen des Konzerns sein. Die Auseinandersetzung um den "Marrakesch" hat gezeigt, dass der absurd hohe Haustarif bei VW, der den Mitarbeitern rund ein Fünftel mehr Geld sichert, als es Tariflöhne vorsehen, ein Auslaufmodell ist. VW kann sich dies - eigentlich schon lange - nicht mehr leisten und findet jetzt über die Drohung von Produktionsverlagerungen den Eingang zum Ausgang aus diesem Sonderweg. Auch IG Metall und Betriebsrat haben dies erkannt und nachgegeben. Verständlich, dass sie es nicht laut propagieren, sondern sich am Bestandsschutz festhalten. Soll heißen: Nur neue Mitarbeiter sind von der Sparwelle betroffen, nicht bereits aktive. Doch auch diese werden sich auf andere Zeiten einstellen müssen.

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