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Südwest Presse: Kommentar zu Hewlett-Packard, Ausgabe 14.07.05

    Ulm (ots) - Auch hochtechnologische Produkte landen einmal auf dem Ramschtisch. Dies zeigt auch die Geschichte des Computers. Am Anfang füllten die teuren Rechner noch Zimmer, und Techniker liefen in ihnen herum. Heute gibt es Geräte in Buch-Größe, und im Internet kosten manche PC nur noch 200 Euro. Der Preisverfall in der Branche ist extrem, viele Unternehmen leiden darunter. Dazu gehört auch Hewlett-Packard. Der neue Chef Mark Hurd reagiert auf das Dahindümpeln mit Stellenstreichungen: 14 500 weltweit, 1500 in Deutschland. Doch der als harter Sanierer verschriene Vorstandschef beweist keine Weitsicht, in dem er das Unternehmen so breit aufgestellt lässt. Mit einem Bauchladen an Produkten können zurückgehende Preise vielleicht kurzfristig aufgefangen werden. So bringen Notebooks derzeit Geld, während sich an Tischrechnern kaum mehr was verdienen lässt. Aber dies dürfte nicht so bleiben, Billig-Anbieter werden HP einmal überrennen. Qualität zählt nur so lange als Verkaufsargument, bis sie ein Mitbewerber preiswerter herstellen kann. Hurd hat sich zudem in Deutschland keine Freunde gemacht. Zu lange Zeit verging von der Ankündigung des weltweiten Stellenabbaus bis zur Klarheit, wie viele Stellen hierzulande wegfallen. Und weitere Zeit wird vergehen, bis Mitarbeiter ihre Kündigung in der Hand haben. Eine schnelle Klärung ist nötig.

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