Südwest Presse

Südwest Presse: Kommentar zu Autobauern
Hybrid-Motor, Ausgabe 13.09.05

    Ulm (ots) - Erst der Dieselrußfilter, dann der Hybrid-Motor. Auf beiden Feldern haben sich die deutschen Autobauer nicht mit Ruhm bekleckert und die Entwicklung gründlich verschlafen. Während die Franzosen den Filter hoffähig machten und Image gewannen, heißen die Hybrid-Könige Toyota und Honda. Erst langsam macht sich die heimische Industrie daran, den Vorsprung der Konkurrenz aufholen zu wollen. Die gute Nachricht ist, dass nicht jeder allein vor sich hinwurschtelt, sondern dass Allianzen geschmiedet werden, die einerseits den finanziellen Einsatz und das Risiko in Grenzen halten, und die andererseits die Gewähr dafür bieten, dass schnell ein konkurrenzfähiges Angebot geschaffen wird. Während die Zweckgemeinschaft VW, Audi und Porsche wegen der verwandtschaftlichen Nähe durchaus nachvollziehbar ist, ist die Kooperation von BMW mit Daimler-Chrysler und General Motors bemerkenswert. Denn erbitterte Konkurrenten finden zusammen, um die Spur zu den Japanern aufzunehmen, die schon verloren schien. Die Zeit drängt, weil sich der Hybrid-Markt insbesondere in den USA stürmisch entwickelt. Jeder Autobauer muss dort ein adäquates Angebot vorzeigen können, um seine Kompetenz zu belegen und möglicherweise auch politischen Forderungen gerecht zu werden. Dies allein ist der Grund auch für Porsche, auf diesem Gebiet aktiv zu werden.

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