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Südwest Presse: AfD - Machtkalkül

Ulm (ots) - Die AfD will nicht und kann sich nicht von einem Teil ihrer Basis distanzieren. Deshalb kittet die Parteispitze ihren Richtungsstreit mit Unverbindlichem statt sich abzugrenzen von rassistischem, antisemitischem oder rechtsextremem Gedankengut.Dabei gibt ihr der eigene Parteiname den Weg vor. Alternative heißt, sich zwischen zwei Möglichkeiten zu entscheiden. Die AfD behauptet zudem gern von sich, nicht nur eine bessere Politik betreiben zu wollen. Sie betont stets, den etablierten Parteien auch zeigen zu können, dass sie einen anderen politischen Stil pflegt. Inzwischen macht sie selbst politisch Uninteressierten klar, dass es in ihren Reihen nur um eines geht: Macht. Das gilt für den Streit zwischen dem Chef-Duo Frauke Petri und Jörg Meuthen genauso wie für die Abgrenzung zum rechten Rand. Das Schielen auf ein gutes Ergebnis bei den Landtagswahlen im September ist der Partei wichtiger als inhaltliche Weichenstellungen. Dabei sind diese längst überfällig, wenn die AfD mehr sein will als ein krudes Sammelbecken Unzufriedener und Sektierer mit ziemlich abseitigen bis völlig abstrusen rechten Ideologien. Die Wähler reagieren zum Glück rasch auf solche Manöver. Die AfD verliert durch ihre Taktiererei vor allem national-konservative Bürger, die sich in der Union nicht mehr aufgehoben fühlten. CDU und CSU dürfen daraus keine falschen Schlüsse ziehen. Ihr Verdienst ist die Abkehr von diesem Irrweg nicht.

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