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Südwest Presse: Kommentar: Russische Leichtathleten

Ulm (ots) - Mit einem historischen Paukenschlag geht es in Richtung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat eine Sperre für alle russischen Leichtathleten ausgesprochen - und trifft damit eine ehrgeizige Sport-Nation mitten ins Mark. Zwar steht die endgültige Entscheidung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) noch aus. Dennoch ist allein die Entscheidung des IAAF eine noch nie dagewesene drastische Maßnahme, um den Dopingmissbrauch im Sport rigoros zu bekämpfen. Ist diese Sperre gerecht gegenüber den russischen Leichtathleten, denen wohl ein großer Traum in ihrer Karriere verwehrt bleibt? Die Antwort muss leider lauten: Ja! Denn gerade in Russland herrscht eine schon lange tief verwurzelte Betrugskultur. Um sportliche Höchstleistungen zu erbringen, wird von Spitzensportlern und deren Ärzten schon über geraume Zeit systematisch auf verbotene Substanzen zurückgegriffen. Das belegte die Dokumentation der ARD authentisch. Hier äußerten sich Sportler, die jahrelang diesem Betrugssystem ausgesetzt waren - und sich am Ende aus eigenem Willen daraus befreiten. Das Interesse, sich als glorreiche Sport-Nation bei weltweiten Kräftemessen zu feiern, ist sicher groß. Aber der olympische Gedanke beinhaltet weit mehr als reine Erfolgserlebnisse. Die olympische Bewegung ist eine friedliche Bewegung. Im Mittelpunkt steht der Mensch. Den Gedanken hat Russland leider nicht verinnerlicht

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