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Südwest Presse: Kommentar zu Konjunktur und Steuern

    Ulm (ots) - Also im Moment haben die Auguren Hochsaison. Wie kommt die Konjunktur in Schwung? Werden die Steuern gesenkt? Wenn ja, um wie viel und wann? Alle versuchten Antworten darauf können nur Spekulation sein. Einigkeit herrscht eigentlich nur darüber, dass die Kassenlage von Bund, Ländern und Gemeinden äußerst schlecht ist und die Zukunftsaussichten im besten Falle unsicher sind. Demzufolge sind detaillierte Aussagen zu diesem Thema von wem auch immer unter Generalvorbehalt zu stellen und nicht immer für bare Münze zu nehmen. Auch wenn Kanzlerin Angela Merkel vielfach dafür kritisiert wird, dass sie oft wenig konkret wird, beim Thema Konjunktur und Steuern darf sie sich jetzt und heute eigentlich gar nicht definitiv festlegen. Schließlich gehört Hellseherei nicht zu den Eigenschaften, die man von einer Kanzlerin füglich fordern kann. Die Lage der Weltwirtschaft ist so instabil wie selten, der richtige Weg in die Zukunft schwer zu finden. Einerseits muss der Schuldenberg abgetragen werden, andererseits verbietet sich aber auch allzu kerniges Sparen, weil dies die ohnehin schwer in Schwung kommende Konjunktur weiter dämpfen würde. Die richtige Balance zu finden ist somit auf jeden Fall ein schwieriger Balanceakt. Und das schon ohne die allzu vollmundigen Wahlversprechen der jetzigen Regierungsparteien, die nun noch im Nachhinein für Kraftmeierei und Nebelschwaden sorgen.

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