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Südwest Presse: KOMMENTAR ZUR RENTE

    Ulm (ots) - Zwei Nullrunden 2010 und 2011 sind für viele Rentner zweifellos eine schlechte Nachricht, ja eine Zumutung. Denn besonders üppig fallen die meisten Renten wahrlich nicht aus, auch wenn es derzeit kaum Inflation gibt und das auch einige Zeit so bleiben dürfte. Aber gemessen an den Zumutungen, die viele Arbeitnehmer in der größten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik verkraften müssen, sind die Nullrunden doch eher bescheiden. Denn sei es, weil sie arbeitslos werden oder aber monatelang kurzarbeiten müssen - viele Erwerbstätige müssen in diesen Tagen mit deutlich weniger Geld auskommen. Sie haben keinerlei Garantie, dass ihre Bezüge nicht gesenkt werden, ganz im Gegenteil zu den Rentnern. Bei allem Ärger sollten sich die Senioren das vor Augen halten. Über ihnen wurde schon vor Jahren ein beachtlicher Schutzschirm aufgespannt: Sie sind vor Rentenkürzungen gefeit. Bezahlen müssen das die Beitragszahler. Zwar sind die Rentenkassen glücklicherweise so gut gefüllt, dass die Reserven auch in schlechten Zeiten ausreichen. Aber die versprochene Beitragssenkung fällt aus. Dabei wissen die Jungen, dass sie trotz hoher Beiträge im Alter wesentlich schlechter dran sein werden als die heutigen Senioren. Dieses Spannungsverhältnis zwischen den Generationen darf nicht überdehnt werden. Sonst versuchen immer mehr, sich ganz aus der Solidargemeinschaft der Versicherten zu verabschieden.

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