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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Internet

    Ulm (ots) - Der Umgang mit dem Internet ist eine Frage der Reife. Völlig klar, dass Teenager bedenkenlos im Netz agieren. Ihnen geht es vor allem darum, bei Freunden zu punkten: Die Veröffentlichung der Bilder vom letzen Rausch oder neckische Bikini-Fotos bringen in ihrem Umfeld Ansehen. Hier sind Eltern und Lehrer gefragt: Sie müssen für eine gewisse Sensibilität sorgen und immer wieder daran erinnern, welche Folgen solch ein öffentlicher Striptease haben kann. Andererseits sollten auch Unternehmen die Kirche im Dorf lassen und die Informationen im Internet mit gesundem Menschenverstand wahrnehmen. Jeder hat schließlich ein Recht auf ein Privatleben, das den Arbeitgeber zunächst einmal nichts angeht. Und Hand auf Herz: Welcher Personalchef hat nicht schon einmal einen über den Durst getrunken? Nur: Damals gab es eben noch kein Internet. . . Zudem sollten Firmenchefs nicht vergessen, dass das Internet keine Einbahnstraße ist: Auch über die Unternehmen finden sich Informationen, die diesen nicht allzu lieb sein dürften. So hat etwa die Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf ihrer Homepage eine Liste mit mehr als 1000 Firmen, die von Praktikanten bewertet werden - positiv und negativ. Firmen, die nicht einverstanden sind, können den Eintrag zwar löschen lassen, tauchen dann aber in der Liste der "gesperrten Bewertungen auf".

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