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Südwest Presse: Kommentar zum Terror

    Ulm (ots) - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat bereits vor einigen Wochen von einer erhöhten Terrorgefahr für Deutschland gesprochen, dabei allerdings wenig Resonanz ausgelöst. Jetzt hat der Präsident des Bundeskriminalamt (BKA) versucht, die latente Gefahr zu konkretisieren. Dem BKA liegen offenbar viele Hinweise vor, die suggerieren, dass unser Land stärker ins Fadenkreuz der Terrorplaner geraten könnte. Es wäre sicher völlig falsch, leichtfertig darüber hinwegzugehen. Aber bei der diffizilen Faktenlage bleibt es natürlich beim Konjunktiv. Es könnte sein, dass. . . Wer derartige Warnungen nur als politische Finte betrachtet, mit der schärfere Überwachungsmaßnahmen gerechtfertigt werden sollen, blendet wohl aus, dass mit Fahndungserfolgen in den letzten Jahren immerhin sieben konkrete Anschlagsabsichten vereitelt werden konnten. Der Prozess gegen die so genannte Sauerlandgruppe, die für den spektakulärsten Vorfall verantwortlich ist, beginnt demnächst. Nach den bisherigen Erfahrungen gibt es auch keinen Grund, warum ausgerechnet Deutschland von Terrorplänen ausgenommen sein soll. Motive lassen sich bei der in vieler Hinsicht eindimensionalen Denkweise für gewaltbereite Islamisten allemal finden. Andererseits besteht nun auch kein Grund zur Panik, denn die sich häufenden Hinweise könnten mit einer gesteigerten Sensibilisierung sowohl bei den Sicherheitsbeamten als auch in der gesamten Bevölkerung, die für entsprechende Hinweise sorgt, zu tun haben. Immerhin: Wer besonders wachsam ist, macht es potenziellen Tätern möglichst schwer. Vorsicht ist also erwünscht, aber keine Hysterie.

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