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Südwest Presse: Kommentar zur Bahn

    Ulm (ots) - Wo gibt es das: Die Bahn kassiert einen Sonderzuschlag, wenn der Kunde das Geld für die bei weitem nicht günstigen Tickets persönlich bei einem Mitarbeiter abgeben will? In den gut 100 Euro, die beispielsweise ein einfaches Ticket von München nach Berlin kostet, ist Service vor Abfahrt nicht inbegriffen. Auskunft über Anschlusszüge - nur gegen Aufpreis; Informationen über Umsteigemöglichkeiten - nicht zum Nulltarif. Alternativen zu den teuren Schnellzügen - befragen Sie doch den Automaten. Ja, so mag es der Bahnvorstand. Der Kunde müht sich ab an Automaten, die noch nie im Ruf von Bedienerfreundlichkeit standen. Angenommen wurde diese Technik nie im gewünschten Maße. Zu irreführend, zu kompliziert und auch zu störanfällig. Mal werden EC-Karten willkürlich ausgespuckt, mal wird der Betrag für ein Ticket ausschließlich in Münzen verlangt. Selber Schuld, wer ohne eine Tüte voll Kleingeld zum Automaten geht. Selber Schuld, wer alt und computerunerfahren ist oder, weil kleine Kinder an der Hand drängeln, sich schon zum x-ten Mal vertippt. Wir Bahnkunden begreifen schon: Der Börsen-Streber will uns nicht. Er ist nicht an Kunden und deren Zufriedenheit, sondern allein an deren Geld interessiert. Selbst die satten Gewinne mäßigen die Gier des Monopolisten nicht. Einschreiten könnte die Politik, die als Anteilseigner mitzureden hat. Doch auch die ist nur an der Börsenreife interessiert.

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Lothar Tolks
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