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Südwest Presse: Kommentar zur Atomenergie

    Ulm (ots) - Die rasant steigenden Energiepreise haben die Debatte um Atomstrom neu entfacht. Dabei ist es eigentlich gar keine Diskussion, die sich um Atomkraftwerke dreht, sondern es geht um ein Energiekonzept der Zukunft. Hierüber nachzudenken angesichts des stetig wachsenden Energiebedarfs auf der Welt, ist es ohnehin höchste Zeit. Die Aufgabe ist viel zu schwierig, das Thema viel zu wichtig, um irgendwelche politischen Ideologien darüber zu stülpen. Deshalb ist es wohltuend, wenn einzelne Protagonisten sich von Denkverboten lösen. So wie Erhard Eppler (SPD) letzte Woche oder wie die Landesumweltministerin Tanja Gönner (CDU) jetzt. Warum nicht die Atomreaktoren länger laufen lassen und im Gegenzug abzusichern, dass keine neuen gebaut werden? Aus heutiger Sicht erscheint dies vernünftig, weil einerseits vor allem die Lagerung des Atommülls ungeklärt ist und andererseits die Energiequellen Wind und Sonne nicht sicher genug zur Verfügung stehen und nach heutiger Technik auch kaum die Versorgungslücke schließen können. Es ist eigentlich klar, dass die Verfeuerung von fossilen Grundstoffen, auch von Uran, nur noch eine Lösung für einige Jahrzehnte sein kann. Danach muss etwas anderes, wirksameres kommen. Es bieten sich an die Geothermie, weil Erdwärme immer zur Verfügung steht, und fern am Horizont die Kernfusion. Weitblickende Politiker würden hier intensiv forschen lassen und zu fördern versuchen.

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