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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Tempolimit

    Ulm (ots) - Alle Jahre wieder wird ein Tempolimit auf Autobahnen auf dem Weg zu einer besseren Welt gefordert. Heuer nun vom SPD-Parteitag. Wofür sollte ein Tempolimit nicht schon alles gut sein: gegen das Waldsterben, gegen das Ozonloch, gegen den Smog oder gegen hohe Unfallzahlen. Diesmal müssen die Treibhausgase unter anderem als Argument herhalten. Wenn freilich selbst Umweltminister Siegmar Gabriel kaum eine Wirkung einräumt, dann sollte es leicht fallen, dies als reine Symbolik einzuordnen. Es geht einerseits um Aktionismus, andererseits für manche Befürworter nur um Gleichmacherei per Gesetz. Auch die Unfalltoten sind kein trifftiger Grund, da die Zahlen auf deutschen Autobahnen nicht schlechter sind als die in Ländern mit einer festen Geschwindigkeitsbegrenzung. Bleibt als letztes Argument: Alle anderen machen es auch. Diese Begründung entlarvt sich freilich schon selbst. Wer über ein Limit ernsthaft diskutieren will, sollte Nutzen und Schaden abwägen. Der Nutzen ist gering, der Schaden ist allerdings wohl nur spekulativ zu fassen. Sicher würde der Autoexport nicht gleich zusammenbrechen, wenn es bei uns ein Tempolimit gäbe, aber ein Argument für die Qualität vor allem der deutschen Premium-Modelle ist die freie Fahrt durchaus. Warum soll man sich dies also ohne Not selbst aus der Hand schlagen? Immerhin leben in Deutschland einige Millionen Familien von der Autoindustrie.

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